Hausanschluss: KG Rohr / PVC Rohr / Mehrspartenhauseinführung

Hier mal wieder ein kleiner Beitrag über die kleinen Nebenläufigkeiten über die sich die Bauherren Gedanken machen sollten.

Wie kommen die Hausanschlüsse in das neue Haus? Wer baut es ein? Was kostet der Spaß?

Da unser Haus keinen Keller haben wird, gehe ich hier auch nur auf die Möglichkeiten der Hauseinführung bei einer Bodenplatte ein. Wer sich informieren möchte, kann bei seinen Versorgungsunternehmen Informationsmaterial bestellen oder Online abrufen. Sowohl die Rhenag (Gas) als auch die Kevag (Strom) bieten in unserem Fall eine sogenannte Bauherrenmappe an, in der alle wichtigen Informationen zusammengetragen wurden. Das wohl anspruchvollste Gewerk ist der Gasanschluss, daher beginne ich mit den Vorgaben der Rhenag.

Die Rhenag erlaubt folgende Möglichkeiten des Hausanschlusses:

  • DN 100 PVC mit einem 90° Rohrbogen (Mindestradius 500mm)
  • Schutzrohr mindestens DN 125 oder DN 150 mit 6 Rohrbögen a 15°
  • Mehrspartenhauseinführung
Rhenag Anschlussschema I

Rhenag Anschlussschema I

Also wird seitens der Rhenag keine der Möglichkeiten ausgeschlossen.

 

Die Kevag gibt folgende Vorgaben zu dem Stromanschluss:

  • DN 100 mit 6 Rohrbögen a 15°
  • Mehrspartenhauseinführung
Kevag Anschlussschema I

Kevag Anschlussschema I

Hier wird die Möglichkeite eines PVC Schlauches nicht erwähnt.

 

Für den Wasseranschluss haben wir uns bei der Verbandsgemeinde informiert. Hier wird ebenfalls ein DN 100 Rohr benötigt oder aber es wird mit einer Mehrspartenhauseinführung gearbeitet. Die Telekom ist noch genügsamer. In das Leerrohr der Telekom können wir später sogar noch weitere Kabel einführen um beispielsweise Strom für die Außenbeleuchtung bereit zu stellen.

Wer die Wahl hat, hat also auch die qual. Eigentlich war für uns von Anfang an klar, dass wir eine MSHE verbauen möchten, da hier ein geordnetere Anschluss möglich ist. Auf der anderen Seite stehen hier aber nicht zu unterschätzende Mehrkosten im Raum. Allein die Anschaffungskosten der Mehrspartenhauseinführung belaufen sich auf etwa 700 – 1000€ je nach Ausführung. Dazu kommen die Kosten für den Einbau der Hausanschlüsse. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass die Standard Hausanschlüsse (KG oder PVC) bei der Bodenplatte von Allkauf enthalten sind. Ein genauerer Blick in die Bauleistungsbeschreibung gibt mal wieder Aufschluss.

Eventuell erforderliche Rückstausicherungen, Hebeanlagen, Regenrohrleitungen, ein Hausanschlussschacht und der Kanalanschluss sowie Druckprobe gehören nicht zum Leistungsumfang. Die entsprechenden Teilleistungen können jedoch dazu gekauft werden.

Das Leistungen wie eine Rückstausicherung oder eine Hebeanlage nicht mit im Bodenplattenpreis enthalten sind, kann ich verstehen. Da diese Leistungen je nach Bauvorhaben verschieden ausfallen. Das aber die „Standard“ Hausanschlüsse für Telefon, Strom und Wasser nicht enthalten sind, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Immerhin sind dies essentielle Dinge, die jedes Haus benötigt. Zumal hier die Bauleistungsbeschreibung auch nicht wirklich eindeutig Auskunft gibt, da lediglich von einem Hausanschlussschacht gesprochen wird. Ein Hausanschlussschacht ist für mein Verständnis eine Aussparung in der Bodenplatte in Schachtform. Die Hausanschlüsse werden also gar nicht explizit angesprochen.

Inzwischen haben wir uns auch aufgrund der Kostensteigerung beim Haus dazu entschieden auf eine Mehrspartenhauseinführung zu verzichten und stattdessen die Hausanschlüsse durch die Firma Partnerbau Braun, die unsere Bodenplatte herstellen wird, mithilfe von KG Rohren, herstellen zu lassen. Im Endeffekt werden die Hausanschlüsse genauso wie bei einer Mehrspartenhauseinführung ziemlich gerade nebeneinander in das Haus eingeführt und wir sparen uns die Kosten für die Mehrspartenhauseinführung. Ein Angebot der Firma Partnerbau für den Einbau und das Material liegt inzwischen ebenfalls vor.

Für die Hausanschlüsse werden knapp 400€ fällig. Immerhin knapp 800€ weniger wie der Einbau einer MSHE.

Interessanterweise wurden die Mehrkosten für die Hausanschlüsse ganz normal über eine Anlage zum Hausvertrag abgerechnet. Das verwundert uns insofern, dass gemäß Aussage unserer Kundenbetreuerin nach der Bemusterung die „Planungsphase“ abgeschlossen ist und keine Änderungen an der Ausstattungen und Leistungen mehr vorgenommen werden kann. Offensichtlich ist die Berechnung von Mehrkosten immer möglich. 🙂

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