Bodenplatte: Tag 1

Heute ist Dienstag…. Heute wird die Frostschürze gegossen…. 🙂

Bodenplatte Tag 1 V

Bodenplatte Tag 1 V

Schon früh am morgen ging es los. Ich bin um kurz nach sechs auf der Baustelle gewesen um den Baustrom anzuschalten und das Bauwasser auf das Grundstück zu legen. 5 Minuten nach dem ich da war, kam auch die Firma Eberz Bau vorgefahren.

Erste Erkenntnis: Wir kaufen bei der Firma Allkauf eine Bodenplatte, diese vergibt das Gewerk an die Firma Partnerbau Braun, die wiederum beauftragt die Firma Eberz Bau.

Nachdem wir uns zusammen die Baustelle angeschaut hatten machten sich die beiden direkt ans Werk. Eigentlich hätte ich mit mehr ManPower gerechnet 🙂 Aber offensichtlich ist das heutzutage so = zweite Erkenntnis.

Im folgenden möchte ich kurz ein wenig auf den geplanten Ablauf eingehen und aufzeigen wie wir den Ablauf verändert haben.

  1. Baustelle einrichten: Baustrom und Wasser habe ich morgens auf dem Grundstück bereit gestellt. Die Bauarbeiter haben ihr Auto entladen und alles benötigte zurecht gelegt. Die Schnur wurde auf das Schnurgerüst gespannt und die Abwasseranschlüsse, Hausanschlüsse sowie das Einzelfundament wurde vermessen und angezeichnet.
  2. Frostschürze ausheben: Das wäre eigentlich als nächstes dran gewesen. Da wir hier aber ein bisschen vorgearbeitet haben konnte der Teil entfallen. Da wir beim ausheben der Frostschürze auf ziemlich übles Gestein getroffen sind war die Entscheidung das wir die Frostschürze bereits vorher ausheben aber durchaus die Richtige. Der Zeitplan wäre sonst nicht zu halten gewesen.
  3. Fundamenterder in die Frostschürze legen: Auch dieser Schritt war bereits erledigt.
  4. Bodenplatte Tag 1 I

    Bodenplatte Tag 1 I

    Anschlüsse herstellen: Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren mussten wir noch einen kleinen Moment auf unseren Tiefbauer warten, der mit dem Bagger die Anschlüsse ausbaggern sollte. Nachdem dieser auf der Baustelle eintraf, lief das auch Reibungslos. Bis 11 Uhr waren alle Anschlüsse fertig und unser Tiefbauer war fertig. In der Zwischenzeit wurde auch noch der Stahl für die Bodenplatte geliefert und auf dem Grundstück gelagert.

  5. Bodenplatte Tag 1 II

    Bodenplatte Tag 1 II

    Blitzschutzfahnen anbringen: Da wir unter Umständen eine Blitzschutzanlage auf dem Haus installieren werden, haben wir noch schnelle die Blitzschutzfahnen am Fundamenterder angebracht. Diese sind heute Morgen noch per Express angekommen, nachdem unser Elektriker dem Großhändler ein bisschen Druck gemacht hat. Hier kam auch wieder das super Korosionsschutzband zum Einsatz. Das verarbeiten ist eine riesen Schweinerei. Inzwischen war es 12:00 Uhr und wir waren soweit das der Beton hätte kommen können. Da der Beton für 15:00 bestellt war und eine frühere Lieferung nicht möglich war, haben wir erst einmal eine kleine Mittagspause mit Würstchen und Brötchen eingelegt, die uns Steffi vorbeigebracht hatte. Wir wurden also bestens versorgt.

  6. Bodenplatte Tag 1 III

    Bodenplatte Tag 1 III

    Vorbereitungen Bodenplatte: Da immer noch so viel Zeit bis zum Eintreffen des Betons für die Frostschürze war, haben die beiden Bauarbeiter angefangen die Bodenplatte vorzubereiten. Auf die Sauberkeitsschicht wurde eine Folie ausgelegt, auf der die „Knochen“ (Unterlage für die erste Bewehrungslage) verteilt wurden. Gleichzeitig wurde für die Schalung schon alles zurecht gelegt.

  7. Bodenplatte Tag 1 IV

    Bodenplatte Tag 1 IV

    Frostschürze gießen: Zum Glück kam die Betonpumpe relativ früh und so konnte, als der erste Betonmischer kam, auch direkt begonnen werden. Insgesamt sind 20m³ Beton in die Frostschürze geflossen. Das sind 5m³ mehr wie geplant. Das ist das Resultat des felsigen Untergrundes. Für die 5m³ Beton durften wir natürlich auch direkt eine Anlage zum Hausvertrag unterschreiben. Das war zu erwarten und ist auch nachvollziehbar. Hier werden ca. 1000€ fällig werden.

  8. Bodenplatte Tag 1 VI

    Bodenplatte Tag 1 VI

    Pflöcke für die Schalung: In die noch frische Frostschürze wurden die Pflöcke für die Schalung eingearbeitet. Bis morgen früh ist die Frostschürze so fest das die Schalung ohne weiteres hält.

  9. Untere Bewehrungslage: Eigentlich wäre hiermit der erste Tag abgeschlossen, da wir aber den oberen Ring des Erders in die untere Lage der Bewehrung einarbeiten wollten, haben wir noch schnell die erste Bewehrungslage gelegt.
  10. Bodenplatte Tag 1 VII

    Bodenplatte Tag 1 VII

    Zum Abschluss des Tages haben wir noch wie bereits erwähnt die Erdungsanlage fertig gestellt.

Das war der erste Tag. Wir sind richtig gut voran gekommen. Die beiden Jungs der Firma Eberz Bau haben richtig gute Arbeit geleistet. Die Stimmung auf der Baustelle war super und wir hatten viel spaß. Das war unter anderem auch dem geschuldet das es relativ entspannt war, da wir ein Großteil der Arbeiten bereits vorher erledigt hatten. So kam nie Hektik und Stress auf.  Wir sind wirklich zufrieden mit dem Ablauf und bereuen unsere Entscheidung mit der Frostschürze nicht. Gleichzeitig möchte ich aber auch davor warnen so vom eigentlichen Bauablauf abzuweichen. Das hätte auch nach hinten los gehen können. In unserem Fall ist aber alles gut gegangen.

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Elektroinstallation: Der Fundamenterder liegt

Bevor nächste Woche die Bodenplatte kommt, haben wir die Zeit heute genutzt um den Fundamenterder in die ausgehobene Frostschürze zu legen. Endlich mal wieder eine Arbeit wo wir selbst mit Hand anlegen können. Ein befreundeter Elektriker hat alles an Material besorgt und so konnten wir heute Nachmittag los legen.

Fundamenterder I

Fundamenterder I

Als erstes haben wir uns Abstandshalter zurecht geflext damit der Fundamenterder auch allseitig von Beton umschlossen werden kann. 30cm Bandstahl wurde vorne angespitzt und hinten mit zwei Schnitte versehen so dass der Fundamenterder reingepresst werden kann. Die Abstandshalter kann man zwar auch fertig kaufen. Aber die Variante des selbst herstellens ist bedeutend günstiger.

Im zweiten Schritt ging es an das verlegen des Bandstahls in der Frostschürze. Eine ziemlich besch…..eidene Aufgabe. 🙂 Auf der einen Seite ist der Bandstahl echt unflexibel und entwickelt ein regelrechtes Eigenleben und auf der anderen Seite mussten wir auch ein bisschen auf die Gräben der Frostschürze achten. Aber der Bandstahl musste sich geschlagen geben !

Fundamenterder II

Fundamenterder II

Zum Abschluss haben wir noch an jede Ecke eine Anschlussfahne gesetzt die später mit dem oberen Ring, der in der unteren Bewährungslage der Bodenplatte ausgeführt wird, verbunden wird. Die Anschlussfahnen haben wir noch mit einem Schrumpfschlauch versehen und mit Korrosionsschutzband verklebt (echt ekliges zeug 🙂 )

Fertig ist der Fundamenterder ! Gut sieht es aus. Insgesamt haben wir knapp 3,5 Stunden gebraucht.

Bodenplatte: Der Ringerder/Fundamenterder nach DIN 18014 Teil I

Elektro-Plus.com

Elektro-Plus.com

Ein nicht ganz unerheblicher Bestandteil der Elektroanlage ist der Ringerder/Fundamenterder. Dieser sorgt für den sicheren Potentialausgleich und die Erdung der elektrischen Anlage.

Da in unserem Hauspaket von Allkauf zwar die Bodenplatte enthalten war, aber gemäß Bauleistungsbeschreibung der Fundamenterder Bauseits zu verlegen ist, ist das ein Grund mehr sich mit der Thematik ein bisschen zu befassen. Da ich Elektrotechnisch nicht ganz unerfahren bin. Ist die Thematik mit Sicherheit auch ein bisschen leichter aufzunehmen wie für einen völlig unbedarften Laien.

Früher wurde der Fundamenterder/Ringerder von den Herstellern der Bodenplatten bzw. Keller mit eingebaut. Das hat auch jahrelang immer gut funktioniert und es gab wenig Beschwerden. Das hat einfach mit zur Bodenplatte dazugehört. Aber die Deutsche Industrie denkt sich ab und zu mal wieder was neues aus und packt diese neu gewonnenen Erkenntnisse in eine Deutsche Industrie Norm (DIN) so auch hier. Die DIN 18014 „Der Fundamenterder“.

Ergebnis: Der Fundamenterder gehört zur Elektrkischen Anlage des Hauses und ist daher nach der Niederspannungsanschlussverordnung durch ein zertifizierten Elektriker zu installieren und zu überprüfen. 🙂

Nichts desto trotz ist die DIN wirklich hilfreich. Ein weiteres mal möchte ich hier die Seite elektro-plus.com empfehlen, auf der es eine ausführliche Beschreibung zum Thema Fundamenterder gibt. Hier werden die unterschiedlichsten Ausführungsvariante vorgestellt und es ist alles ziemlich gut und verständlich beschrieben.

Für unser Bauvorhaben werden wir den Fundamenterder in der Frostschürze unterbringen. Das hat den Vorteil, dass kein V4A Stahl benötigt wird, sondern normaler verzinkter Stahl ausreicht. Zusätzlich wird ein weiterer Ring in die Armierung der Bodenplatte eingearbeitet. Die beiden Ringe werden dann im Abstand von etwa 2 Metern miteinander verbunden. Somit ist sowohl die Erdung als auch der Potentialausgleich der Bodenplatte gewährleistet. Ein Anschlussfahne von ca 1,5 Metern wird in den Hausanschlussraum gelegt und mit der Haupterdungsschiene verbunden. Zusätzlich werden wir an jeder Hauskante eine Blitzschutzfahne verlegen, um im späteren Verlauf unter Umständen eine Blitzschutzanlage verlegen zu können.

Bisher haben wir ca. 500€ für den Fundamenterder geplant. Mal schauen wo wir am Ende landen.

Zu guter letzt sei die Frage gestellt warum der Fundamenterder nicht im „Komplettpaket Allkauf“ enthalten ist ? Aus kalkulatorischen Gründen könnte ich das nur schwer verstehen. Die Abmaße eines Hauses sind ja bekannt und somit auch die benötigte Menge an Material. Allkauf gibt hier als Grund die verschiedenen Erdertypen an. Gleichzeitig wird aber angeführt das die Erderanlage von der Ausführung der Bodenplatte/Keller abhängig ist. Wenn ich also eine Bodenplatte oder einen Keller von Allkauf erwerbe, dann sollte Allkauf doch wohl auch am besten wissen welcher Erdungstyp eingebaut werden muss….

Erdarbeiten: Tag 9 Aushub der Frostschürze

Frostschürze süd

Frostschürze süd

Weiter geht es bei den Erdarbeiten. Heute wurde die Frostschürze ausgehoben. Dies ist eine Leistung die zur Bodenplatte dazugehört und somit nicht auf unsere Rechnung geht.

Nach dem Gespräch mit dem Bauleiter der Bodenplatte war eigentlich klar das unser bisheriger Tiefbauer auch die Frostschürze ausheben soll, schriftlich ist das jedoch nicht fixiert.  Leider gibt es für unsere Bodenplatte auch noch keine Baufreigabe, da die Kaufpreissicherung noch auf sich warten lässt.

Gleichzeitig hat unser Tiefbauer aber auch noch weitere Termin, so dass wir gerade in einer kleinen Zwickmühle stecken. Dazu kommt noch das der Bauleiter sich im Urlaub befindet.

Letztendlich haben wir uns dazu entschlossen die Frostschürze jetzt ausheben zu lassen, damit es auf der Baustelle weiter geht.  Wenn alles schiefgeht bleiben wir also auf den Kosten für das Ausheben der Frostschürze sitzen. Aber es hilft ja nichts ! Es soll voran gehen.

Frostschürze nord

Frostschürze nord

Also wurde heute wieder fleißig gebaggert. 40cm breit und 105cm tief soll die Frostschürze werden. Das sieht auch soweit ganz gut aus, lediglich auf der Nordseite des Grundstückes sind wir mal wieder auf Feld gestoßen, so dass die Frostschürze breiter geworden ist. Hier wird also ein bisschen mehr an Beton reinpassen. 😦  Mal schauen was hier auf uns zukommt.

Nach dem ausheben wurde noch die Sauberkeitsschicht aufgetragen und auf den Zentimeter genau verteilt. Hier wird der Vermesser noch einmal nachmessen und das ganze Protokollieren.

Zumindest sind jetzt die Erdarbeiten soweit abgeschlossen und es ist fast alles für die Bodenplatte vorbereitet. Wir wären dann soweit. 🙂

 

Bodenplatte: Baustellengespräch

Diese Woche häufen sich die Termine. Nachdem sich letzte Woche die Firma Partnerbau Braun, die unsere Frostschürze, sowie die Bodenplatte herstellen wird, telefonisch gemeldet hat, war heute morgen auch schon der erste Termin mit dem Bauleiter auf der Baustelle. Pünktlich um neun war es soweit. Wir schauten uns kurz die Fortschritte beim Tiefbau an und gingen dann an das Baustellengespräch. Allkauf überlässt hier nichts dem Zufall. Für alles gibt es ein vorgefertigtes Protokoll. Alle Eventualitäten werden anhand des Protokolls abgefragt. Somit wird alles was nicht dem Standard entspricht gefiltert und meistens in Form von Mehrkosten an den Bauherren weiter gegeben. Klingt unglaublich böse, ist aber gar nicht so gemeint. Betriebswirtschaftlich macht diese Vorgehensweise Sinn, da nur so seitens Allkauf kalkuliert werden kann. Gleichzeitig wird anhand des Protokolls ganz klar geregelt, wer für was verantwortlich ist. Zusätzlich sind noch einige Hinweise und Anmerkungen die dem Bauherren helfen, gewisse Vorgänge zu verstehen. Hier nun ein paar Auszüge aus dem Baustellenprotokoll die verdeutlichen was ich mit ausschließen von Eventualitäten meine:

  1. Örtliche Gegebenheiten:
    • Zufahrt zur Baustelle geeignet ?
    • Hindernisse erkennbar ?
    • Stellplatz für Kran / Betonpumpe notwendig ?
    • Standard Betonpumpe ?
    • Erdbebenzone ?
    • Bergbausenkungsgebiet ?
    • Straßensperrung erforderlich ?
    • Gleichzeitig befreit sich Allkauf von Ansprüchen aus Schäden an Straßen und Bürgersteigen und beauftragt den Bauherren alles so herzurichten, dass keine Schäden entstehen oder selbst dafür zu haften.
  2. vom Bauherren zu schaffende Vorraussetzungen vor Baubeginn
    • Baustrom
    • Bauwasser
    • Bau WC
    • Erlaubnis für eventuelle Nutzung von Nachbargrundstücken
  3. Bodenbeschaffenheit
    • Liegt das Bodengutachten vor ?
    • Schlechter Baugrund ?
    • Vorkommen von Fels ?
  4. Allgemeine Angaben zur Bodenplatte
    • Bodenplattentyp
    • Fußbodenaufbau
    • Stützfundamente
  5. Allgemeines
    • Entsorgung von Baustoffresten (Sollen die Baustoffreste mitgenommen werden, sind die Kosten für die Entsorgung durch den Bauherren zu tragen.)
    • Säuberung der Betonpumpe (Wird die Reinigung im Betonwerk durchgeführt fallen Mehrkosten an)
    • Baugenehmigung ?
    • Baufreigabe seitens Allkauf ?
  6. Wichtige Hinweise und Angaben zur Bodenplatte
    • Vermesser ?
    • Grobverpflockung ?
    • Feineinmessung
    • Skizze der Niveauhöhe der Bodenplatte
    • Hinweise für die Erdarbeiten
    • Rückstausicherung und Entwässerung
    • Dämmung der Bodenplatte
    • Einbau von Leerrohren / Versorgereinführungen
    • Potentialausgleich / Erdungsanlage
  7. Allgemeine Hinweise für den Bauherren
  8. Skizzen
  9. Merkblatt zur Frostsicherheit

Zum Schluss folgt noch die Anlage zum Hausvertrag, in der die im Protokoll festgelegten Mehrkosten zusammengefasst und berechnet werden. In unserem Fall kommen Mehrkosten aufgrund der benötigten Tiefe der Frostschürze auf uns zu. Im Standard wird die Frostschürze mit 80cm Tiefe ausgeführt. Da wir in der Frostschutzzone II bauen, ist die Frostschürze bis in eine Tiefe von 105 cm zu führen. Die Mehrmenge an Beton wird als Mehrpreis aufgeschlagen und an den Bauherren weitergegeben. Somit kommen noch einmal knapp 700€ auf uns zu. Das ist soweit in Ordnung, zumal wir ungefähr wussten was auf uns zu kommt. Man merkt wie knapp und eng Allkauf bzw. die DFH hier die Projektgrenzen setzt und entsprechend kalkuliert. Für uns ein wenig überraschend und aufgrund der Mehrkosten doppelt gut. Den Aushub der Frostschürze übernimmt ebenfalls Allkauf. Hier soll wenn möglich mit dem bereits vorhandenen Tiefbauer zusammengearbeitet werden. Das ist sehr gut und freut uns !